IFFA Technologiemesse 2025 für Fleischverarbeitung: Sorgt Künstliche Intelligenz jetzt für nachhaltige Produktion?
- Urs Seiler
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Daten sind auch in der fleischverarbeitenden Industrie ein wertvolles Gut. Welche Technologien dabei zum Einsatz kommen, zeigt die Weltleitmesse IFFA – Technology for Meat and Alternative Proteins – unter ihren Top-Themen Wertschöpfung aus Daten und Nachhaltigkeit in der Praxis.
von Urs Seiler || 4. April 2025 || Vertretung der Messe Frankfurt für CH/Li || kommende Messen der Messe Frankfurt.

Die fleischverarbeitende Industrie gehört zu den Branchen mit hohem Energie-, Wasser- und Materialverbrauch. Bei Produktion und Verpackung geht es deshalb darum, Prozesse möglichst nachhaltig und ressourcenschonend zu gestalten.
KI als Datenbooster
Wie in vielen Industriebereichen, so wächst auch in der fleischverarbeitenden Industrie die Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI). Denn erst KI nutzt das Potenzial von Daten vollumfänglich aus, indem sie aus deren Analyse Handlungsmuster ableitet und Kausalzusammenhänge erkennt. „Der Einsatz von KI ist ein großer Trend in unserer Branche“, sagt Klaus Schröter (, Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Prozesstechnik für Fleisch- und Proteinverarbeitung.

KI soll auch im Handwerk vermehrt Einzug halten, auch wenn noch Hindernisse zu überwinden sind, wie Herbert Dohrmann (links), Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, einräumt. „Es ist aktuell noch eine Herausforderung, KI in Handwerksbetriebe zu integrieren, da neun von zehn Betrieben unterschiedliche Strukturen und Geschäftsmodelle aufweisen.“
Mehr Nachhaltigkeit auch für Handwerksbetriebe
Energieeffizienz ist der größte Hebel, um mehr Nachhaltigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln zu erreichen und die Kosten zu reduzieren. Handwerksbetriebe wirtschaften naturgemäß nachhaltiger als industrielle Großbetriebe. „Das Handwerk steht für regionale Strukturen, kurze Wege und wenig Verpackung“, sagt Herbert Dohrmann. „Deshalb hat Nachhaltigkeit seinen Ursprung im Handwerk.“
KI für die perfekte Verpackung
Natürlich nutzen Forscher auch künstliche Intelligenz (KI), um möglichst perfekte
Verpackungen zu entwickeln, die nicht nur eine gute Ökobilanz aufweisen, sondern auch ganz unterschiedliche Anforderungen erfüllen, etwa an Haltbarkeit, Design,
Kundenakzeptanz und nicht zuletzt Kosten. Im interdisziplinären Forschungsprojekt KIOptiPack arbeiten Wissenschaftler gemeinsam mit beteiligten Unternehmen an einer Software, die mit Hilfe von KI Vorschläge für bestmögliche Verpackungsdesigns bei minimalem Materialaufwand und hohem Rezyklatanteil macht. So können Unternehmen ohne aufwendige Testphasen nachhaltige Verpackungslösungen realisieren.
Die IFFA – Technology for Meat and Alternative Proteins – zeigt vom 3. bis 8. Mai 2025 in Frankfurt am Main den aktuellen Stand der Technik.
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