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Ostschweizer Gastia Klassentreffen: Too small to fail?

Ist die Zeit der Grossmessen in der Schweiz endgültig abgelaufen? Wenn man die Fach- und Erlebnismesse Gastia zum Massstab nimmt, wird die These klarer. Die Gastia hat sich von Anfang, anders als viele Messen wie früher, als regionale Fachmesse positioniert.

 

von Urs Seiler || 26. März 2025

 

Gastia-Powerteam von links: Messeleiterin Viviane Stadler, Senior Communication Managerin Laurien Inauen und Praktikantin Marketing Emine Fazlija.

 

Deshalb ist es angemessen und wird bei ihrer dritten Austragung mit Erfolg belohnt, dass die Gastia sich als regionale Fachmesse oder auch Boutiquemesse positioniert. Die bewusste Reduzierung, zum Beispiel in der Standgrösse auf 60 Quadratmeter oder die jährliche Austragung, hält den Anforderungen der Aussteller stand.

 


Messeleiterin Viviane Stadler ist hochzufrieden mit der Entwicklung der Gastia: «Wir haben bei der dritten Austragung erneut mehr Aussteller und BesucherInnen als bisher. Dank der Sonderschau «Sustainable Hospitality» konnten wir die Gastia sogar um einen Hallenboden erweitern. Die Gastia steht heute gefestigt da.» Und zum Thema der gezielten Regionalisierung sagt sie: «Der Austausch der Aussteller und BesucherInnen wirkt, die Regionalisierung kommt an und funktioniert wie ein Klassentreffen.»

 

Sie meint damit das Netzwerken der Gastro-Community im Einzugsgebiet Südostschweiz inklusive Zürich, was aus naheliegenden Gründen online nicht abbilden nicht abbildbar ist, sondern im Gegenteil persönliche Treffen gerade notwendig macht.



Tatsächlich ist die Gastia auch am dritten und letzten Messetag unseres Besuchs augenfällig gut besucht und der Veranstalter, die Olma Messen St. Gallen, verkünden 8‘500 Fachbesuchende aus der Grossregion Ostschweiz und Graubünden, die die 160 Ausstellenden frequentierten.

 

Wir haben mit Max Gsell von Gastro St. Gallen (Bild oben), einer Sektion von Gastro Suisse gesprochen, was seiner Organisation ohne die Gastia fehlen würde. Er sagt dazu: «Eine unserer Aufgaben besteht ja darin, das jugendliche Fachpersonal in unserer Branche zu behalten. Auf der Gastia können wir es und künftiges Personal im Zeitalter des Fachkräftemangels mit dem ‘Gastrovirus‘ impfen.»

 

Go Nina hilft Gastrobetrieben, Lebensmittelabfälle zu vermeiden und nimmt zum ersten Mal als Aussteller auf der erstmaligen Sonderschau «Sustainable Hospitality» teil. Geschäftsführer und Inhaber Matthieu Ochsner (links, rechts Richard Lichtenberg, Leiter Vertrieb) sagt uns: «Wir sind bisher in sieben Kantonen mit Schwerpunkt Zürich aktiv. Die Gastia hilft uns, die Marke Go Nina in der Ostschweiz bekannt zu machen. Wir führten zahlreiche vielversprechende Gespräche. Meine Stimmungslage nach dem Konsumentensonntag und den Fachtagen am Montag und Dienstag ist sehr gut.

 

Dank solchen Ausstellern ist die Gastia auch eine Trendschau für die vielzitierte digitale Transformation, die von Ausstellern wie Go Nina mit ihren Apps zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen angeführt wird. Das ist faszinierend.





Die Sonderschau «Sustainable Hospitality» trug auch zur erstmaligen Teilnahme des pflanzlichen Lebensmittelherstellers Luya Foods AG an der Gastia bei. «Als junges Start-up kommen wir hier in Kontakt mit zahlreichen Gastronominnen und Gastronomen», sagt Co-Founder und Co-CEO Nina Schaller (links). «Ideal ist auch, dass wir die Stammtische als Plattform für den Wissenstransfer nutzen können.»




 

Walo Dalhäuser (Bild unten), früher MCH Group, ist Consulter der Gastia. Sie hat sich seiner Ansicht nach etabliert, was die Wachstumszahlen der letzten drei Jahre nahe legen. «Ich bin der Überzeugung, dass sich kleine und feine regionale Messen, die auf einem

intakten Beziehungsnetz aufbauen, in der Schweiz durchsetzen werden. Umgekehrt ist die Schweiz, die Entwicklung zeigt das heute, zu klein für grosse nationale Messen wie sie früher häufiger waren. Nicht zuletzt die guten Wachstumszahlen der Gastia sind ein Indiz für diesen Trend.»

 

«Die Resonanz zeigt, wie wichtig qualitativ hochwertige Business:to:Business-Messen für den Austausch und die Weiterentwicklung der Branche sind», sagt Katrin Meyerhans (rechts), Leiterin Produkte bei den Olma Messen St.Gallen. «Im Einklang mit unserer Strategie, die insbesondere die Entwicklung neuer Fachmessen vorsieht, freuen wir uns, diesen Erfolgskurs fortzusetzen.»

 

Eine Herausforderung, die die Gastia kaum lösen wird, ist die Auslastung der brandneuen St Galler Kantonalbankhalle. Wie wir aber lesen und hören, haben die Olma Messen dafür andere neu geplante Messen in der Pipeline.

 

Zum Beispiel die in der Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2024 angekündigte neue Präzisionstechnologiemesse. Wie wir hören, sind auch weitere neue Messen in der Pipeline. Das und die feine Gastia, die sich nach drei Austragungen gut etabliert hat, verdienen Respekt.

 

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